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Co-Branding Prepaid Kreditkarten – Ein Überblick über Anbieter und Angebote

Co-Branding Prepaid-Kreditkarte (© WoGi / Fotolia)

Prepaid-Kreditkarten im Co-Branding

CoBranding oder Co-Branding bedeutet, dass verschiedene bekannte Marken bei einem Produkt zusammenarbeiten. Bei weiter Auslegung des Begriffs lässt sich jede Visa Card und jede Mastercard als CoBranding-Produkt verstehen, da die Kartenausgabe im Auftrag der Kreditkartengesellschaft durch ein Geldinstitut erfolgt. Üblich ist allerdings eine engere Definition, wonach bei Kreditkarten erst von einem CoBranding gesprochen wird, wenn ein weiteres Unternehmen in Erscheinung tritt. Ein Beispiel für solche Kooperationen im Kreditkarten-Bereich ist im u.g. Bild gezeigt: VISA + dm Drogerien + PAYBACK Punktesammelprogramm. Bei dieser dm-Kreditkarte handelt es sich jedoch um keine Guthaben-basierte Prepaidkarte. Uns sollen heute jedoch eher die Guthabenkreditkarten aus der Co-Branding-Kategorie interessieren.

Co-Branding Kreditkarten: Kooperation von dm Drogieren, PAYBACK sowie VISA bzw. American Express (Screenshot dm.de/payback/payback-karten/ am 28.07.2015)

Co-Branding Kreditkarten: Kooperation von dm Drogieren, PAYBACK sowie VISA bzw. American Express (Screenshot dm.de/payback/payback-karten/ am 28.07.2015)

Auf der Suche nach guten Prepaid-Kreditkarten mit Marken-Kooperationen

Welche CoBranding-Kreditkarte als beste Prepaid-Karte anzusehen ist, richtet sich nach den Wünschen des Nutzers. Jede vorgestellte Karte bietet für einen größeren Personenkreis besondere Vorteile, während andere Kartenbesteller einige Nutzungsbedingungen als nachteilig ansehen. Damit Prepaid-Kreditkarten im CoBranding zu den besten ihrer Art zählen können, müssen sie zwei Grundvoraussetzungen erfüllen:

  • Die Überweisung auf das Kartenkonto muss kostenfrei möglich sein, was keineswegs bei allen Prepaid-Karten der Fall ist.
  • Die weitere Bedingung besteht darin, dass vorhandenes Kartenguthaben über einen Sicherungsfonds geschützt wird. Diese Forderung erfüllen alle Guthabenkarten, deren Emittenten über eine deutsche oder in einem anderen EU-Land ausgestellte Banklizenz verfügen.

Die Anzahl der im CoBranding ausgegebenen Kreditkarten ist zurzeit überschaubar. Da mit Viabuy und Global Humax zwei große britische Emittenten erst seit Anfang 2015 eine Kreditkartenkooperation anbieten, ist mit einer erheblichen Zunahme der Angebotsvielfalt in kurzer Zeit zu rechnen.

Zurzeit stehen allerdings nur zwei Angebote zur Verfügung, bei denen es sich jeweils um eine Visa Card handelt. Einige CoBranding-Kreditkarten wie die Karte des Nachrichtensenders N24 und die Fan-Kreditkarte des VfB Stuttgart können Bestandskunden zwar weiterhin nutzen, Neukunden werden wegen einer Beendigung des Angebotes aber nicht mehr angenommen.

Mehr im Web: Beispiele für Co-Branding-Kreditkarten

Die CoBranding-Prepaid-Kreditkarte von Payback

Die Payback-Kreditkarte ist eine Visa Card und je nach Antragstellung gleich mit einem doppelten CoBranding versehen. Der Nutzer kann neben einer schlichten Payback-Kreditkarte oder einer Motivkarte eine zusätzlich mit dem Logo eines Payback-Partners versehene Karte wählen. Bestandskunden sind dabei nicht an den Partner, von dem sie ihre ursprüngliche Rabattkarte bezogen haben, gebunden.

Die Zusammenlegung der neuen Payback-Nummer mit dem vorhandenen Punktekonto erfolgt automatisch. Der besondere Vorteil der CoBranding-Kreditkarte von Payback besteht in zusätzlichen Punkten je Zahlungsvorgang.

Bei der Prepaid-Variante erfolgt die Gutschrift eines Punktes für jeweils vier Euro Kartenumsatz. Bei einem Payback-Wunschpartner lässt sich doppelt punkten; an dieser Aktion nehmen jedoch nicht alle am Rabattsystem beteiligten Unternehmen teil. Als weiteren Bonus erhalten Karteninhaber bei der Bestellung von Sachprämien einen Nachlass in Höhe von zehn Prozent der erfor derlichen Punkte und bei der Nutzung des Punkteguthabens zum Ausdruck von Einkaufsgutscheinen eine Rückerstattung von zehn Prozent des eingelösten Betrages.

Der Wert eines Punktes lässt sich bei der Gutscheinerstellung und bei der ebenfalls möglichen Barauszahlung mit einem Cent eindeutig angeben, Sachprämien sind im Vergleich mit dem durchschnittlichen Preis teilweise etwas günstiger. Von Bedeutung ist auch, dass nicht eingelöste Punkte nicht mehr drei Jahre nach ihrer Gutschrift verfallen, wenn der Teilnehmer am Payback-Programm über eine beliebige Zahlkarte verfügt.

Die Prepaid-Kreditkarte von Payback erfordert ein Mindestalter von achtzehn Jahren und kostet 25,00 Euro Jahresentgelt. Dieses lässt sich umgehen, indem sich der Besteller für die WMF-Variante entscheidet und einen Jahresumsatz von mindestens 4000,00 Euro erzielt.

Zwei weitere bedeutende Vorteile der Prepaid-Kreditkarte von Payback sind die kostenlose Geldabhebung an allen Visa-Geldautomaten und die Guthabenverzinsung. Letztere wird nur für wenige Prepaid-Kreditkarten angeboten, sie ist bei der Payback-Karte mit einem durchschnittlich verzinsten Tagesgeldkonto vergleichbar.

Bei Zahlungen und beim Geldabheben außerhalb des Euro-Währungsraumes fällt ein Auslandseinsatzentgelt in Höhe von 1,75 Prozent des entsprechenden Betrages an. Umsätze in Schweizer Franken, Rumänischen Lei sowie Norwegischen und Schwedischen Kronen – nicht aber in Dänischen Kronen – sind jedoch von diesem befreit. Eine ermäßigte Partnerkarte ist für die Prepaid-Kreditkarte von Payback nicht erhältlich. Bankpartner ist die Baden-Württembergische Bank.

YOUTUBE: Payback – Wie funktioniert das überhaupt? > Hier Co-Branding-Beispiel mit dm Drogerien
(www.youtube.com/watch?v=OxTL5gjx8UU)

Die Prepaid-Kreditkarte des ADAC

ADAC-Mitglieder schätzen die von ihrem Automobilclub ausgegebene Prepaid-Kreditkarte aufgrund der Sonderleistungen. Hierzu gehören vor allem der Tankrabatt und die Rückvergütung für Handy-Aufladungen.

LBB ADAC Kreditkarte: ClubmobilKarteDie offizielle Kartenbezeichnung lautet in Eigenschreibweise ADAC ClubmobilKarte. Bei der Prepaid-Karte handelt es sich um eine Visa Card, deren Jahresentgelt mit 24,00 Euro relativ günstig ausfällt; die auf Wunsch ausgestellte Partnerkarte ist zudem um die Hälfte ermäßigt.

Für die Beantragung der Kreditkarte ist eine Mitgliedschaft im ADAC erforderlich, was auf einen großen Teil der in Deutschland lebenden Autobesitzer zutrifft.

Die Bargeldbeschaffung kostet im Inland pauschal 2,50 Euro je Vorgang, während sie im Ausland kostenlos erfolgt. Das Entgelt für die Nutzung von Geldautomaten in Deutschland ist vertretbar, da so gut wie jeder Karteninhaber zusätzlich über eine Girocard verfügt und somit die Kreditkarte im Inland nicht zwingend für die Bargeldbeschaffung nutzen muss. Das Auslandseinsatzentgelt beträgt 1,75 Prozent des Rechnungsbetrages beziehungsweise der Barabhebung.

YOUTUBE: ADAC Prepaid Card ➔ Erste Schritte (www.youtube.com/watch?v=1mIFQXIVoTo)

Das Guthaben auf der ADAC-Prepaid-Kreditkarte mit verzinst, wobei der Zinssatz mit dem eines guten Tagesgeldkontos vergleichbar ist. Einen zusätzlichen Pluspunkt bieten die mit der Karte verbundenen Versicherungen. Hierbei handelt es sich um eine Einkaufsversicherung für Online-Käufe und um den Karten- und Dokumentenschutz. Auch die kostenlose Lieferung einer Notfall-Ersatzkarte ins Ausland gehört nur bei wenigen Prepaid-Kreditkarten zu den eingeschlossenen Leistungen. Dass die Kreditkarte zugleich als ADAC-Mitgliedsausweis dient, ist als angenehmer Nebeneffekt zu bewerten.

Landesbank Berlin: LBB Prepaid Kreditkarte ohne SchufaBankpartner ist die Landesbank Berlin, weswegen diese häufig auch als LBB ADAC Kreditkarte bezeichnet und recherchiert wird – vgl. ansonsten auch die anderen LBB Kreditkarten, z.B. das Goldkarten-Doppel inklusive goldener MasterCard.

Auf Wunsch lässt sich die Prepaid-Kreditkarte des ADAC mit einem Lichtbild des Inhabers versehen, sodass die Karte weitgehend vor Missbrauch geschützt ist.

Für wen ist CoBranding bei Prepaid-Kreditkarten interessant?

Eine CoBranding-Kreditkarte beantragen so gut wie ausschließlich Interessenten, die vom Angebot des Kooperationspartners überzeugt sind. Sie bieten gegenüber der Standardkarte der ausgebenden Bank zusätzliche Vorteile, die häufig Sonderkonditionen beim an der Kartenausgabe beteiligten Unternehmen einschließen. Teilweise sind auch die Kosten einer CoBranding-Kreditkarte geringer als die der von der Bank alleine ausgegebenen Variante.

Mehr im Web: Herausgeber und Dienstleister für Co-Branding Prepaid Kreditkarten

Nachtrag: Payback Kreditkarten gibt es übrigens inzwischen auch von American Express

Amex Payback Kreditkarte

Veröffentlicht am 11. Januar 2015 mit den Schlagwörtern: ,